Ratgeber
Welches Holz eignet sich am besten zum Heizen?
Kurz gesagt
Buche ist das beste Allroundholz: hoher Heizwert von rund 2.100 kWh je Raummeter, ruhige Flamme, wenig Funkenflug. Eiche brennt noch länger und eignet sich für die Grundglut, braucht aber länger zum Trocknen. Birke riecht angenehm und brennt schön, ist aber schneller durch. Nadelholz gehört wegen Funkenflug und Harz nicht in den offenen Kamin.
Warum Buche der Maßstab ist
Buche verbindet einen hohen Heizwert mit gutmütigem Abbrand: Sie zündet ordentlich an, hält die Glut und knallt nicht. Deshalb ist sie das Holz, an dem sich alle anderen messen lassen — und deshalb ist sie auch das teuerste unter den heimischen Laubhölzern.
Wann Eiche die bessere Wahl ist
Eiche hat eine höhere Dichte und hält die Glut über Nacht. In einem Grundofen oder Kachelofen, der lange Wärme abgeben soll, ist sie ideal. Im Kaminofen mit Sichtscheibe eher nicht: Sie brennt mit kleinerer Flamme, und die Gerbsäure setzt der Scheibe zu. Außerdem braucht sie drei Jahre Trocknung statt zwei.
Was Nadelholz kann und was nicht
Fichte und Kiefer trocknen schnell, zünden leicht und sind günstig — als Anmachholz unschlagbar. Zum Durchheizen taugen sie wenig: geringerer Heizwert je Raummeter, und das Harz spritzt. In einem offenen Kamin ist das ein Sicherheitsproblem, im geschlossenen Ofen nur ärgerlich.
Was nicht in den Ofen gehört
Behandeltes, lackiertes oder verleimtes Holz, Spanplatten, Paletten mit Beschichtung, Altholz aus dem Bau. Beim Verbrennen entstehen Schadstoffe, es ist verboten, und der Schornsteinfeger merkt es. Ebenfalls nicht: nasses Holz und Papier in Mengen.
Noch gefragt
- Wie viel Kilowattstunden hat ein Raummeter Buche?
- Lufttrockene Buche mit 20 % Restfeuchte liefert rund 2.100 kWh je Raummeter — etwa so viel wie 210 Liter Heizöl.
- Kann ich Nadelholz im Kaminofen verbrennen?
- In einem geschlossenen Ofen ja. Im offenen Kamin nicht: Harzeinschlüsse führen zu Funkenflug.