
Ratgeber
Gefragt wird immer dasselbe.
Deshalb steht es hier: Fristen, Kosten, Maße und was gutes Brennholz ausmacht — kurz beantwortet, ohne Umschweife.
Wann darf man Bäume fällen?
Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Bäume, Hecken und Gebüsch nicht abgeschnitten oder auf den Stock gesetzt werden — so steht es in § 39 Absatz 5 des Bundesnaturschutzgesetzes. Fällungen gehören also in das Winterhalbjahr von Oktober bis Februar. Schonende Form- und Pflegeschnitte sowie Gefahr im Verzug sind davon ausgenommen.
Was kostet eine Baumfällung?
Eine Baumfällung wird nach Aufwand abgerechnet, nicht nach Stückzahl. Entscheidend sind vier Dinge: Höhe und Stammdurchmesser, ob eine Hubbühne herankommt oder im Seil geklettert werden muss, was unter dem Baum steht, und was mit dem Holz passieren soll. Ein freistehender Baum auf einer Wiese ist ein Bruchteil dessen, was derselbe Baum zwischen Haus, Leitung und Gewächshaus kostet.
Was ist ein Schüttraummeter?
Ein Schüttraummeter (SRM) ist ein Kubikmeter Behälter, lose mit Scheiten gefüllt — mit allen Luftzwischenräumen. Ein Raummeter (RM, auch Ster) ist ein Kubikmeter ordentlich gestapeltes Holz. Ein Festmeter (FM) ist ein Kubikmeter reine Holzmasse ohne Zwischenraum. Als Faustzahl gilt: 1 SRM ≈ 0,7 RM ≈ 0,4 FM.
Wie trocken muss Brennholz sein?
Brennholz darf in Kleinfeuerungsanlagen nur mit höchstens 25 % Restfeuchte verbrannt werden; das schreibt die 1. BImSchV vor. Gut ist alles unter 20 %, ideal sind 12 bis 16 %. Frisch geschlagenes Holz liegt bei 50 bis 60 % und muss zwei bis drei Jahre an der Luft trocknen — kammergetrocknetes Holz ist sofort ofenfertig.
Wer zahlt bei einem Sturmschaden durch einen Baum?
Fällt ein gesunder Baum bei einem Sturm auf ein Gebäude, zahlt in der Regel die Gebäudeversicherung des Geschädigten, nicht der Eigentümer des Baums. Anders liegt es, wenn der Baum erkennbar krank oder morsch war: Dann kann eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorliegen und der Eigentümer haftet. Fotografieren Sie den Schaden, bevor geräumt wird.
Welches Holz eignet sich am besten zum Heizen?
Buche ist das beste Allroundholz: hoher Heizwert von rund 2.100 kWh je Raummeter, ruhige Flamme, wenig Funkenflug. Eiche brennt noch länger und eignet sich für die Grundglut, braucht aber länger zum Trocknen. Birke riecht angenehm und brennt schön, ist aber schneller durch. Nadelholz gehört wegen Funkenflug und Harz nicht in den offenen Kamin.